Die Geschichte von Fuerteventura.

Die Geschichte von Fuerteventura beginnt vor über 20 Millionen Jahren mit der Entstehung aus erkaltendem Vulkangestein. Die Guanchen besiedelten als erste die Insel, zwei Könige teilten sie unter sich auf. Ein Normanne eroberte Fuerteventura und Piraten fielen über das Eiland her.

Die bewegte Geschichte der kleinen Insel Fuerteventura.

Vor vielen Millionen Jahren entstieg die Insel Fuerteventura, als eine der ersten Inseln der Kanaren dem Atlantik. Erstarrende Vulkanmagma formte die Insel in Millionen von Jahren und gab ihr die charakteristische Form. Anders als, z.B. Gran Canaria oder La Palma hat Fuerteventura keinen zentralen Vulkankrater, steinerne Zeugen der Entstehung finden sich nahezu überall auf der Insel. Um 3.000 v.Chr. fand die erste Besiedlung der Insel durch die Guanchen statt. Die Guanchen sollen von einem Berberstamm aus dem nördlichen Afrika abstammen.

Statuen der Könige Ayose und Guize, an historischer Stelle, nahe Betancuria

Statuen der Könige Ayose und Guize, an historischer Stelle, nahe Betancuria.

Homer soll in seiner Odyssee, gegen 850 v.Chr. die Kanaren als Insel der Glückseligen erwähnt haben. Zwischen ca. 30 v.Chr. und 10 v.Chr. gabe es zwei weitere Besiedlungswellen.

Irgendwann um 1400 n.Chr. wird die Insel Fuerteventura, durch einen Steinwall in zwei Teile geteilt. Der größere, nördliche Teil Maxorate wird fortan von König Guize regiert, während der südliche Teil Jandía das Reich von König Ayose darstellt.

Der Verlauf des Grenzwalls ist nicht genau bekannt, die schmalste Stelle von Fuerteventura, der Istmo la Pared, spielt in jedem Fall eine Rolle als Ausgangspunkt im Osten. Die Grenze soll sich im Westen aber, weiter nördlich über, die Bergpässe zwischen La Pared und Betancuria befunden haben.

Betancuria, die erste Hauptstadt der Insel Fuerteventura

Betancuria, die erste Hauptstadt der Insel Fuerteventura.

1405 eroberte der Normanne Jean de Béthencourt den Norden von Fuerteventura und ließ sowohl König Guize wie auch weite Teile seiner Untertanen taufen. König Ayose widerfuhr, nebst seinen Untertanen, diese Prozedur nur kurze Zeit später. Der Ort Betancuria wurde zur ersten Hauptstadt von Fuerteventura ernannt. Der Ortsname leitet sich vom Nachnamen des Eroberers ab. 1412 legte Bethencourt gegenüber dem kastilischem König Juan II. den Lehnseid ab, wodurch Fuerteventura in den Besitz der spanischen Krone gelangte. Zwischen 1424 und 1430 war die Insel ein Bistum, der Bischof zog es allerdings vor sein Amt nicht vor Ort anzutreten. Fuerteventura ging in den Besitz der de las Casas über.

1441 kam der Franziskaner Laienbruder Didactus nach Fuerteventura um die Guanchen zu missionieren. Er gründete das Kloster Forteaventure. 1456 ging die Insel in den Besitz der de Herrera, den Erben der de las Casas über. Die de Herrera erschlossen Fuerteventura systematisch, lebten als Feudalherren und hatten die Sklavenjagd in Nordafrika als wichtigste Einnahmequelle vorzuweisen.

1593 fiel eine Expedition von Berbern über die Insel und die damalige Hauptstadt Betancuria her. Diese nahm der militärische Befehlshaber zum Anlass an den Küsten von Fuerteventura Schutzburgen für die Bevölkerung zu bauen.

1708 wurde in La Oliva die Militärherrschaft der Coroneles eingeleitet. 1740 versuchten Piraten bei Gran Tarajal die Insel unter Ihre Herrschaft zu bringen. In zwei Schlachten bei Tuineje wurden sie daran gehindert. In dieser Zeit wurde Fuerteventura regelmäßig von Piraten heimgesucht und in El Cotillo und Caleta de Fuste wurden Wachtürme gebaut, die man heute noch besuchen kann.

Wachturm in der Nähe des Hafens von El Cotillo auf Fuerteventura

Wachturm in der Nähe des Hafens von El Cotillo auf Fuerteventura.

In den Jahren zwischen 1830 und 1860 die Hauptstadt zweimal verlegt, die Feudalherrschaft abgeschaft, die Kanaren zur Freihandelszone erklärt und schlussendlich auch die Militärherrschaft beendet. Um 1900 begann Fuerteventura für den Tourismus interessant zu werden. Im Jahr 1966 begann der Boom, der um 1990 zu einem der wichtigsten Wirtschaftszweige wurde.

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